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Bislang seien gut 120.000 Flaschen der Marke «Simcha» (hebräisch: Freude) verkauft worden, sagte Wilfried Gotter vom Verein der Sächsischen Israelfreunde am Mittwoch auf Anfrage. Gotter hatte die Idee für das Bier, das von einem Brauhaus in Hartmannsdorf bei Chemnitz gebraut wird. «Wir verzeichnen ein steigendes Interesse», fügte er hinzu. Der Absatz sei zwar nicht mit den Zahlen gängiger Marken vergleichbar und «Simcha» ein Nischenprodukt. Nachdem das Bier aber in Israel Abnehmer gefunden habe, sei mit weiterer Kundschaft im Ausland zu rechnen, betonte Gotter. Anfragen lägen bereits aus den USA vor. Auch der Verkauf in Flugzeugen sei geplant. Als Abnehmer in Deutschland nannte er unter anderem jüdische Restaurants, koschere Läden jüdischer Gemeinden, Bier-Spezialgaststätten sowie einige christliche Einrichtungen. Die Hartmannsdorfer Brauerei ist Gotter zufolge derzeit die einzige in Deutschland, die koscheres Bier herstellt. Die Produktion erfolgt nach klaren jüdischen Regeln für die Zubereitung von Speisen. Alle Inhaltsstoffe und Brauereianlagen müssten den strengen Reinheitsgeboten dieser Gesetze entsprechen. Für die Kontrolle der Auflagen und die Zertifizierung der Biersorte sei der Berliner Rabbiner Yitshak Ehrenberg verantwortlich.
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